Am 31. Mai 1934 wurde die so genannte "Barmer Theologische Erklärung" verabschiedet von einer Synode der evangelischen Kirchen, die damals schon oder später Bekenntnis-Synode genannt wurde.

Unter dem Druck des NS-Staates einigten sich Synodale sehr verschiedener Herkunft auf einen gemeinsamen Text.

Es ging nicht um Widerstand gegen den Staat. Es ging um Bewahrung des christlichen Vermächtnisses. Deshalb beginnen fast alle Sätze mit "Jesus Christus".

Unsere Eltern waren damals 25 Jahre alt. Sie hatten beide Theologie studiert. Eberhard von Mering war Vikar, Ruth Liebert war examinierte Mittelschullehrerin. Ich weiß nicht, wie sie von dieser Synode erfuhren - nicht durch die Presse, auch nicht durch die Kirchenleitung. Aber sie schlossen sich dieser neu entstehenden, kaum organisierten Bekennenden Kirche an. Sie riskierten ihren Brotberuf.

Das ist in diesen Tagen 80 Jahre her.

Die Geschichte "Eberhard von Mering als Lehrvikar in Altenkirchen" erzählt von dieser Entscheidung unserer Eltern.