Fundorte von Mering

Wo sind die Ergebnisse der Familienforschung von Christa Lippold, geb. von Mering?

 

Die Archive:

https://archive.nrw.de darin:  http://www.rak-bonn.de

Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe in Bonn,

Oppelner Straße 130

53119 Bonn

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Leitung: Daniel Schütz, M.A.

Suchwort: Carl von Mering

 

https://www.archiv-ekir.de

Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland

Hans-Böckler-Str. 7

40476 Düsseldorf

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Leitung: Dr. Stefan Flesch

Suchwort: Eberhard von Mering

 

Homepage:

https://www.von-mering.de

 

Kartons mit roten Klebestreifen im Keller des App. C 021 im Rosenhof V. Ahrensburg

 

Druckorte und -daten der Vorfahrengeschichten der Geschwister Christa, Klaus und Hans-Stephan von Mering, geb. 1938, 1940 und 1942:

 

  1. Polleben  [über die Familien Heise, Liebscher, Krebs, Schmidt und Ramdohr von 1730 - 1837] in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 5 (1998), Heft 4, S. 112
  2. Der Ephorus [Joseph Gotthilf Benjamin Liebscher, 1786 – 1862] in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 6 (1999), Heft 3, S. 65
  3. Vermutungen über Pierre Henry [Pierre Henry 1772 – unbekannt] in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 6 (1999), Heft 4, S. 101
  4. Der Stadtschreiber in der Altstadt Eisleben [Friedrich Leberecht Schmidt, 1695 – 1769] EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 7 (2000), Heft 2, S. 52
  5. Familiengeschichte [Grundsätzliche Betrachtungen] in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 7 (2000), Heft 3, S. 75
  6. Die Ramdohrs aus Aschersleben [Herkunft von Johann Christian Ramdohr, geb. 1730] in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 7 (2000), Heft 4, S. 97
  7. Die Städterin [Anna Bender, verw. Hornschuh, geb. Francke, 1600 -1649] in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 8 (2001), Heft 1, S. 1
  8. Das Dokument der Einsamkeit – Das Testament von Friedrich Joseph Caspar von Mering [1752 – 1826] in: ANDERNACHER ANNALEN 4, 2001/2002, Herausgegeben vom Historischen Verein Andernach e. V., S. 77
  9. Der Fechtmeister [August Theodor Heinrich Eberhardt, 1855 – 1928] in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 8 (2001), Heft 2, S. 56
  10. Die arme Catharina Henry [1806 – 1855] in: GELDRISCHER HEIMATKALENDER 2002, Herausgegeben vom Historischen Verein für Geldern und Umgegend, S. 292
  11. Der Kantorensohn [Joseph Gotthilf Benjamin Liebschers Herkunft und Jugend 1786 - 1814] in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 9 (2002), Heft 1, S. 16
  12. Die Pastorentochter [Herkunft und Jugend der Johanna Louise Friederica Ramdohr 1791 - 1814] in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 9 (2002), Heft 2, S. 36
  13. Der Lehrer Wolffgang Nicol Eberhardt in Altenfeld [1736 – 1780] in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 9 (2002), Heft 3, S. 80
  14. Bildnis eines preußischen Grenzaufsehers auf Wachgang an der niederländischen Grenze bei Herongen [Franz Mering, geboren am 13. Juni 1803 in Kopenhagen, gestorben am 5. Oktober 1869 in Koblenz] in: GELDRISCHER HEIMATKALENDER 2003, Herausgegeben vom Historischen Verein für Geldern und Umgegend, S. 290
  15. Johann Friederich Mering, Zöllner in Andernach (geb. etwa 1686, gest. 1754) in: ANDERNACHER ANNALEN 5, 2003/2004, Hrsg. v. Historischen Verein Andernach e. V., S. 64ff.
  16. Brückenschlag über fünf Generationen: Aus dem Leben von Maria Dorothea Meyer, verheiratete Allendorf  (1786 – 1856) in Artern in: ARATORA 13, 2003, Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Schutz Arterns, hrsg. von Klaus und Andreas Schmölling, S. 43 – 51
  17. Die Liebschers in Brandenburg (Joseph Gotthilf Benjamin Liebscher und Johanna Louise Friederike, geb. Ramdohr) in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 10 (2003), Heft 1
  18. Ein Gebetzettel für die Familie von Mering [Heinrich von Mering, getauft am 21. 12. 1667 in Köln, gestorben Juli 1735 in Köln] in: WIPPERFÜRTHER VIERTELJAHRESBLÄTTER Nr. 90 (Oktober – Dezember 2003), hrsg. im Auftrag des Heimat- und Geschichtsvereins Wipperfürth e.V. von Dr. Frank Berger, Erich Kahl und Klaus Rieger
  19. Ein Epitaph im Dom zu Köln [Henrich Mering, getauft am 16. 8. 1620 in Köln, gestorben am 4. 4. 1700] in: Mitteilungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde, Band 41, Jahrgang 92, Heft 5, Januar – März 2004
  20. Ein barockes Begräbnis (Burgkhard Kuntzsch, geboren 1590 in Oldisleben, gestorben 1667 in Lutherstadt Eisleben) in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 11 (2004) Heft 1
  21. Ein Vorfahr erscheint (Johannes Bender, geboren 20. Januar 1636 in Leipzig, gestorben den 3. November 1706 in Lutherstadt Eisleben) in EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 11,(2004), Heft 2
  22. Vom Tod eines Hündgens, Eine Episode aus dem Leben meines Vorfahren Matthias Rübsam in Andernach (geb. 9. 7. 1662, gest. 26. 8. 1738) Andernacher Annalen 6, 2005/2006
  23. Ein zünftiger Rechtsstreit im 18. Jahrhundert (Johann Gottfried Meyer, geboren am 15. November 1740 in Artern, gestorben am 11. März 1799 in Artern) in: ARATORA 16, 2005, Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Schutz Arterns, hrsg. von Klaus und Andreas Schmölling
  24. Ein Dokument früher Familienforschung, ein Brief aus Bromberg, geschrieben von Johanna Eberhardt, geb. Liebscher in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 12 (2005), Heft 1
  25. Familiengeschichte, (Neudruck des Artikels in EKKEHARD 2000, Heft 3) in: Mitteilungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde, Jg. 93  Bd. 42, Heft 4, 2005
  26. Ein Festessen in Polleben in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 12 (2005), Heft 3
  27. Ein Gedenken für Heinrich von Mering auf dem Scheveling in: WIPPERFÜRTHER JAHRESGABE 2006 , hrsg. im Auftrag des Heimat- und Geschichtsvereins Wipperfürth e.V. von Dr. Frank Berger, Erich Kahl und Klaus Rieger
  28. Stadtadel, Mitteilungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde, Bd. 43, Jg. 95, Heft 1 Januar – März 2007
  29. Ein Professor von Mering in Halle in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 14 (2007), Heft 2
  30. Wirkung in die Ferne in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 15 (2008), Heft 3
  31. Unser evangelischer Pfarrerstamm in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 15 (2008), Heft 4
  32. Johann Bartholomäus Krebs in Ahlsdorf (1. Teil) in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 16 (2009), Heft 4
  33. Johann Bartholomäus Krebs in Ahlsdorf (2. Teil) in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 17 (2010), Heft 1
  34. Auf dem Holzwege Eine Berichtigung zu Johann Bartholomäus Krebs in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 17 (2010), Heft 2
  35. Dr. Adolph Gustav Behn (1. Teil) in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 19 (2012), Heft 4
  36. Dr. Adolph Gustav Behn (2. Teil) in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 20 (2013), Heft 1
  37. Goethe auf der Jagd im Thüringer Wald – Wolffgang Nicol und Johann Wolfgang in: Familie und Geschichte, Hefte für Familiengeschichtsforschung im sächsisch-thüringischen Raum, hrsg. Von Manfred Dreiss, Schriftleitung: Günter Kriependorf, Band VIII, 24. Jahrgang, Heft 3, Juli – September 2015, lfd. Nr. 94, Verlsg Degener & Co. Inhaber Manfred Dreiss.
  38. Ein Bräutigam aus Köln (Dr. Theodor Meringh, 1631 – 1689 in Köln) Wipperfürther Festschrift 2017
  39. Der Dreißigjährige Krieg in Dippoldiswalde in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 25 (2018), Heft 3
  40. Die Lothringerin (Catharina Barbe, verh. Blandin, 02.10.1752 bis 05.08.1830) in: Saarländische Familienkunde Bd. 13/3, Jahrgang LI, 2018
  41. Wie Eberhard von Mering das Pfarrhaus Heusweiler gewann (Eberhard von Mering,16.10.1909 - 21.08.1944, und Ruth Liebert, verh. von Mering, 18.02.1910 - 08.08.2003) in: Saarländische Familienkunde Bd. 13/4, Jahrgang LII, 2019
  42. Das Gut Bialutten (Familie Guthzeit 1806 -1846) in: Monografia Gminy Ilowo-Osada Tom III, Bialuty Wies / Majatek, Narzym 2020
  43. Ein Offizier, im Heer Napoleons verloren (Pierre Henry 1772 bis mindestens 1818) in: : Saarländische Familienkunde Bd. 14/4, Jahrgang LIII, 2020.
  44. Familienlandschaften – Die 32er Reihe der Familie von Mering, in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher „EKKEHARD“ e.V. Neue Folge 29 (2022), Heft 2
  45. Unser Urgroßvater Hermann Behn, Generalleutnant, Eigendruck, geheftet und geklebt durch Druckerei Storch, Ahrensburg 2022

 

 

Zwei Einladungen

Am 21. Oktober dieses Jahres findet wieder das Seminar „Vertiefende Familienforschung“ statt. Der Genealoge Roland Geiger aus St. Wendel lädt dazu ein. Er hat für einen hübschen Ort, die Burg Lichtenberg in der Pfalz, gesorgt, ein interessantes Programm an Vorträgen zusammengebracht und ich bin sicher, dass die Teilnehmer wieder die liebenswürdigen Familienforscher sein werden, die ich meist schon kenne. Denn die „Vertiefende Familienforschung“ gibt es seit 30 Jahren! Sie kommen aus dem Saarland, der Pfalz, dem Hunsrück und vom Mittelrhein. Ich bin seit 2017 dabei.

Am 19. Oktober dieses Jahres feiert der genealogische und regionalgeschichtliche Verein EKKEHARD in Halle sein 30jähriges Bestehen. Eigentlich waren 2020  die 30 Jahre voll – aber die Pandemie verhinderte ein Treffen. Nun soll das nachgefeiert werden, wie es sich gehört: mit einem Vortrag des Gründungsmitglieds und langjährigen Vorsitzenden Bernd Hofestädt und einem Empfang in der ehrwürdigen Marienbibliothek an der Seite der Marktkirche. In diesem Verein bin ich seit 1998 Mitglied. Aber ich bin nicht die einzige Auswärtige. Überwiegend zwar sind die Mitglieder aus Halle und Umgebung, aber es gibt auch viele aus anderen Teilen Deutschlands.

Meines Alters wegen bin ich außerstande, beide Einladungen anzunehmen.

Die Tagung auf der Burg Lichtenberg in der Pfalz habe ich schon im Frühsommer gebucht. Roland Geiger will mich im Auto mitnehmen auf die Burg, die sonst für mich unerreichbar wäre. Deswegen muss ich vorher anreisen. Ich habe mir vorgenommen, zwei Tage in meiner Geburtsstadt Saarbrücken zu verbringen. Die Stadt ist mir fast unbekannt, denn meine frühe Kindheit habe ich im Pfarrhaus des nahen Dorfes Heusweiler verbracht. Schon 1946, mit 8 Jahren, habe ich das Saarland für immer verlassen.

Dem Hallenser EKKEHARD bin ich tief verpflichtet. Es ist mein erster genealogischer Verein. Alle meine Anhaltinischen Familiengeschichten sind im EKKEHARD gedruckt worden – und auch per favore manche andere. Anregung und Hilfe habe ich dort reichlich erfahren, fröhliche Treffen erlebt. Halle kenne ich gut und bin dort immer wieder gern.

Zwei Einladungen, fast gleichzeitig, von Menschen und Institutionen, die ich hoch schätze. So weit voneinander entfernt wie meine Herkunftsfamilien.  So etwas nennt man wohl einen Loyalitätskonflikt.

Ich habe mich für Saarbrücken entschieden – schon wegen der großen Entfernung von Ahrensburg. Wer weiß, wie lange ich noch so weit reisen kann! Und ich werde auch in St. Wendel erwartet. Aber es ist mir sehr leid um das Hallesche Jubiläum. Genealogie war in der DDR verpönt. Gleich nach der Wende 1990 beschlossen einige Menschen aus dem Kulturverein, sich der Geschichte ihrer Stadt auf familiengeschichtlicher Basis zu nähern. Den Ausgangspunkt machte Händels Abstammung. Dieser Mut, dieser Schwung hat mich angezogen und gefördert. Ich habe so viel dort gelernt.

Loyalitätskonflikte gehören zum Leben. „Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen,“ zitierte meine Großmutter gerne Friedrich Schiller. Man kann leicht mehreren Genealogie-Vereinen angehören, aber nicht gleichzeitig auf zwei Hochzeiten tanzen.

 

 

Mering-Symposium für Diabetes-Technologie und Prävention

Heute erhielt ich die unten folgende Nachricht von Privat-Dozent Dr. Rainer Pliquett aus Cottbus.

Sehr freu ich mich, dass das Andenken unseres Verwandten Josef von Mering durch moderne Forschung und Lehre wachgehalten wird.

Der Hochschule Cottbus wünsche ich weiterhin Glück und Segen! 

"Zum 7. Mal fand das "Mering-Symposium für Diabetes-Technologie und Prävention" in Cottbus am 21.5.22 statt. Die Veranstaltung ist zu Ehren der großartigen Arbeit auf dem Gebiet der Diabetologie von Freiherr Josef von Mering. Hier der Link: https://ctk.de/aktuelles--veranstaltungen/veranstaltungen.php?event=ddbba8c8-bb16-469e-b359-709880288637 Mit besten Grüßen Ihr Rainer Pliquett"

 

 

Familienlandschaften

Immer wenn ich auf Reisen bin, besinne ich mich auf die Familienlandschaften. An der Loire ist Francoise Henry gestorben, geborene Blandin aus Saarlouis. 1818 war das, und sie war erst 36 Jahre alt. Ob ihr Mann Pierre Henry, der lothringische Bauernsohn, inzwischen pensionierter französischer Offizier, sie dahin bestellt hatte? Wollte sie Geld von ihm für ihre beiden lebenden Kinder? In Saarlouis haben die Eltern Blandin gelebt, jedenfalls einen wichtigen und letzten Teil ihres Lebens, dazwischen waren sie in Kremsier in Mähren – da bin ich noch nie gewesen. Die Großeltern mütterlicherseits von Francoise hießen Barbe, waren Bauern und stammten aus Boucheporn bei Metz. Da war ich einmal und habe die ernsten Gehöfte bestaunt. Sie waren bestimmt Lothringer – aber was heißt das schon, das Dorf heißt Buschborn, das nächste Obervisse, die mütterlichen Familien hatten deutsche Namen, Albrecht, Kiefer. Immer wenn ich aus Frankreich zurück nach Deutschland komme, berühre ich dieses Länderdreieck Lothringen-Saarland-Luxemburg und denke an diese Vorfahren meines Vaters, ihre katholische Konfession und ihren starken Dialekt.

Wenn wir uns dann dem Rhein nähern, kommen wir durch die Vulkaneifel. Die Familienorte heißen Mayen, Ochtendung, Niederzissen, Polch. Aus diesen Orten stammen die Rübsams, Pächter auf ehemaligen Adels- oder Klosterhöfen, stolze, sture Leute, für damalige Verhältnisse reich, mit strengen Heiratssitten, die auf den Erhalt der Höfe ausgerichtet waren. Immer wieder brauchten sie kirchlichen Dispens, weil schon wieder ein Vetter eine Kusine heiratete, damit das Geld beieinander blieb. Ihr Geld kam schließlich durch wohl arrangierte Heirat in die Hände der von Merings aus Köln – dann ging es in der französischen Revolution unter. Auch das sind meines Vaters Vorfahren. Das wundert mich immer, denn was ich in seinen Briefen lese, klingt so wenig berechnend. Er wirkt so naiv. Aber diese Härte muss auch in seinen Genen gelegen haben.

Als besonders romantisch von den Hunsrückorten erscheint mir immer der Ort Kirn. Auf der Burgruine sind Franz und ich an einem schönen Sommertag herumgeklettert, ich habe sogar den Stadtarchivar angerufen und um Nachricht von meinem Vorfahren gebeten. Der „Achtbare und Kunstreiche Johann Albrecht Zeisser, gewesener Feld Trompeter der Reingräfflichen Herrschafft auf Kyr Burg und Bürger zu Kyrn“ ist zwar kein leiblicher Vorfahr, sondern nur der zweite Schwiegervater einer Vorfahrin, aber er ist ein gutes Beispiel für die Durchmischung der Bevölkerung nach dem 30jährigen Krieg. Der Sohn dieses Trompeters wird Sattler und heiratet 1672 in Dippoldiswalde bei Dresden unsere Vorfahrin Dorothea  Lehmann, verwitwete Bercht. Er zieht seine Stieftochter Anna Elisabeth Bercht auf und verheiratet sie an den Sattler Christoph Liebscher, dessen Herkunft immer noch dunkel ist.

Am Rhein häufen sich die Familienorte. Noch ziemlich im Süden liegt Kaub, dort war die Schifferfamilie Kümpel zu Hause, mehrere Generationen, die Schiffe besaßen und mit ihnen den Rhein auf und abfuhren als Beförderer von Waren.

Adam Kümpel ist einer von ihnen. Er zahlt 1741 und 1746 Zoll beim Rheinzöllner Friedrich von Mering in Andernach, einem Vorfahren aus Köln. Andernach und Köln, zwei Städte mit starkem familiengeschichtlichem Boden! In der Franziskanerkirche in Andernach ruhen Vorfahren, und im Dom zu Köln die beiden geistlichen Domherren der Merings. Wipperfürth im Bergischen Land gehört dazu, kurkölnischer Besitz und Heimat einer Bürgermeisterstochter, die Dr. Theodor Mering heiratet. Aber auch Speyer, Mainz, Bacharach und  Koblenz haben das Leben mancher meiner Vorfahren stark bestimmt. Ganz in die Nähe von Venlo, wo das Rheintal sich schon den Niederlanden zuwendet, hat es meinen Ururgroßvater Franz Mering verschlagen – als preußischen Grenzaufseher in Herongen von 1842 bis 1856. Er ist der, der alle seine Kinder ein Handwerk lernen ließ und dadurch den Niedergang der Familie bremste.

Sonst habe ich im Norden nichts zu suchen. Coesfeld in Westfalen ist der nördlichste Punkt, der früheste Herkunftsort der Merincks. Es empfiehlt sich deswegen, zum Aufsuchen von Familienlandschaften weiter südlich nach Osten zu reisen, südlich des Harzes über die Handwerkerstadt Artern, aus der Glaser und Bäcker stammen, nach Sangerhausen und dann weiter nach Eisleben ins Mansfelder Land, wo sich wieder ein dichter Familienknoten findet. Hier kann fast jedes Dorf von Vorfahren erzählen! Und hier schlägt die Landesgeschichte eine ganz andere Saite meiner Gene und Meme an. Hier bin ich seit der Reformation evangelisch. Potsdam, Brandenburg und Kemberg liegen nördlicher, gehören aber dazu, deutlich kühler, fast abgelegen, ebenso wie Berlin, wo manche Vorfahren ungern wohnten, aber dann geht es über Dippoldiswalde nach Schlesien hinüber und über Guhrau in Niederschlesien (Bezirk Breslau) hinaus nach Großpolen.

In Großpolen ist es im 17. und 18. Jahrhundert die polnische Adelsfamilie Leszynski, die in ihren Städten Leszno und Kobylin meinen aus des Habsburgischen Kaisers Land fliehenden protestantischen Vorfahren Unterkunft und Sicherheit bietet. Aus Böhmen kommen mit Jan Comenius die Zytowskis und die Nitsches, aus dem nahen Niederschlesien die Familien Liebert, Schurtzmann, Schade und Kammer. Obwohl sie dort so lange miteinander und mit den polnischen Einwohnern zusammen lebten, blieben sie hartnäckig evangelisch und deutschsprachig – und ich meine , ich fühle in meiner ständig gereizten Reiseseele diese fort und fort währende Spannung. Ich werde dort leicht krank.

Das gleiche gilt für Bromberg und Thorn. So schön diese Städte sind, besonders das zauberhafte Thorn, mein Mann wunderte sich über meine ständige Aufgeregtheit. Seit dem 14. Jahrhundert haben Vorfahren in Torun gewohnt, schon zu Zeiten des Deutschen Ordens – sie waren vermutlich keine Flüchtlinge, eher Auswanderer und Eroberer fremder Gebiete – Hammermeister, Gerber und Kaufleute – später mögen Glaubensflüchtlinge die Kolonie vergrößert haben. Das wunderschöne Zunftbuch der Rotgerber von Thorn-Neustadt,1626 angefangen, erzählt Familiengeschichte. Lange haben sie sich durchgesetzt, auch mit Gewalt – und schließlich doch verloren. Ein ähnliches Gefühl kenne ich aus Kopenhagen, wo eine Vorfahrenfamilie während der Napoleonischen Kriege für 12 Jahre Unterschlupf fand.

Den Kreis Neidenburg, Rastenburg und Königsberg habe ich nie gesehen. Aber auch dort habe ich Wurzeln.

Heute wohne ich in Schleswig-Holstein, wo nie Vorfahren wohnten. Um zu forschen, muss ich reisen. Das ist vielleicht ganz vernünftig!

 

 

 

Veröffentlichen!

Nach dem ausgezeichneten Vortrag bei Familia Austria von Frau Dr. Schwarz zum Thema der Quellenangaben und Zitationen sagte Herr Ofner zum Schluss: So richtig das alles sei, wichtig bleibe, dass die Genealogen überhaupt veröffentlichen, dazu wolle er unbedingt ermutigen.  

Ja, dazu brauche ich Ermutigung, auch Anregung und Beispiel. Die Funde auf meinem PC häufen sich: Daten, Anfänge, Einfälle, Erfahrungen, Lesefrüchte. Wenn ich jetzt sterbe, bleibt ein Sammelsurium zurück. Sogar meine Homepage ist ein Sammelsurium. Und schon fehlt mir die Konzentration, sie stringent zu ordnen.

Die gedruckten Texte sind mir ein Trost. Zwar sind sie zerstreut in regionalen Zeitschriften, aber sie sind dort, wo sie hingehören, wo die beschriebenen Vorfahren gelebt haben.  

Nicht zum Druck zu bringen sind meine Geschichten über Vorfahren auf dem Boden des heutigen Polen. Dort spricht niemand gut Deutsch, es gibt keine deutschsprachigen Zeitschriften. Da überlege ich jetzt, sie privat drucken zu lassen. Das soll keine große Sache werden. Ich muss die Geschichten nur etwas bebildern, ins pdf-Format bringen, die Seiten zählen und etwa 20 Stück drucken lassen. Dann könnte ich sie an die Nachkommen verschenken – und vielleicht auch in der Martin-Opitz-Bibliothek ein Exemplar unterbringen.

Für meinen Vorfahren Franz Joseph Caspar von Mering (1774 -1831) scheint mir das bisher keine gute Lösung. In der Pfalz gibt es doch genealogische und regionalgeschichtliche Zeitschriften! Warum finde ich keinen Herausgeber? Ist Franz Josephs Scheitern im Leben der Grund? Fürchten die Genealogen, dass ein „Schwarzes Schaf“ auch ihnen Unglück bringt?