- Details
-
Hauptkategorie: von Mering
-
Kategorie: Liebscher-Saga
-
Veröffentlicht: Donnerstag, 19. Oktober 2006 16:50
-
Geschrieben von Christa Lippold
-
Zugriffe: 11248
Zuerst veröffentlicht in: EKKEHARD, Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher "EKKEHARD" e. V., Neue Folge 11 (2004), Heft 2
Johannes Bender, geboren 20. 1. 1636 in Leipzig, gestorben 3. 11. 1706 in Eisleben
Günter Grass nennt es "im Krebsgang", wie sich sein Held von der Gegenwart aus in die Vergangenheit vorarbeitet. Ich musste gleich an meine Familienforschung denken. Auch sie geht "nach Art der Krebse, die den Rückwärtsgang seitlich ausscherend vortäuschen". Es ist die natürliche Art der Fortbewegung für die Genealogie. Gerade auch das seitliche Ausscheren ist ihr eigen, da sie die verschiedensten Quellen zu Rate ziehen muss. Innere und äußere Hindernisse gilt es zu überwinden. Geradlinig ist gar nichts. Von den Eltern ausgehend arbeitet sich die Familienforscherin rückwärts vorwärts, dringt in die Tiefen der Generationen ein, oft "schrägläufig", wie Grass das nennt, ich möchte hinzufügen: manchmal auch im Zickzack.
Weiterlesen: Ein Vorfahr erscheint
- Details
-
Hauptkategorie: von Mering
-
Kategorie: Liebscher-Saga
-
Veröffentlicht: Donnerstag, 26. August 2010 13:11
-
Geschrieben von Christa Lippold
-
Zugriffe: 22137
Zuerst veröffentlicht in EKKEHARD Familien- und regionalgeschichtliche Forschungen, Hallische Familienforscher "EKKEHARD" e.V., Neue Folge 16 (2009), Heft 4 u. Neue Folge 17 (2010), Heft 1, Dazu als Berichtigung "Auf dem Holzwege" in Neue Folge 18 (2010), Heft 2
Johann Bartholomäus Krebs in Ahlsdorf
Muss denn jeder Familienforscher alles über seine Ahnen selbst herausfinden? So fragen sich die modernen Genealogen. Daraus entstehen Vereine, Forscherkontakte und Mailinglisten. Man reicht sich Namen, Daten, Urkunden und Akten weiter, man diskutiert die Funde. Der Vorteil liegt klar auf der Hand. Warum nur tu ich mich damit so schwer?
Da ist zum Beispiel mein Vorfahr Johann Bartholomäus Krebs. Zwei andere Nachkommen von ihm und ein Regionalforscher haben schon über ihn gearbeitet: Dr. Karl Christian Schlüter in Dessau, Fritz Schepe in der Lutherstadt Eisleben und Heinz Görig in Bonn, später Erfstadt. Von Dr. Schlüter liegt sogar ein erzählender Forschungsbericht vor. Der Regionalforscher Fritz Schepe hat mir 2003 das Maschinenmanuskript zugänglich gemacht, darin befanden sich Kirchenbuchauszüge von Heinz Görig. Ist damit meine Neugier gestillt? Keineswegs, es gibt noch genug Forschungsbedarf! Eher fühle ich mich entmutigt, weil ich das, was meine forschenden Vorgänger nicht fanden, immer noch nicht bieten kann.
Ist es aber nicht jammerschade, dass die gefundenen Ergebnisse in der Schublade bleiben, nur weil sie lückenhaft sind? Nur Mut! Johann Bartholomäus Krebs ist es wohl wert, dass auch in Zukunft noch jüngere Forscher sich mit ihm beschäftigen.
Weiterlesen: Johann Bartholomäus Krebs in Ahlsdorf